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  • Prinz Charles wollte in Wien die Britischen Wochen eröffnen. Aufgrund der politischen Situation in Österreich sagte er ab. Die Wiener Wirtschaftskammer sprach von einem "äußerst peinlichen Vorgang".(Hamburger Abendblatt, 9. 2. 2000)

  • In Belgien hat der Landesteil Wallonien die Skiwochen der Schulen in Österreich gestrichen. (Basler Zeitung, 11. 2. 2000)

  • Am 10. 2. 2000 wurde das österreichische Konsulat in Odense, Dänemark von der Gruppe Fynske Antifascister besetzt.

  • Etwa 50 österreichische Künstler trafen sich am 6. 2. 2000 in Berlin zu einem Protestfrühstück. Die Künstler einigten sich auf einen Fragenkatalog, der deutschen Journalisten als Hilfestellung für Diskussionen mit Haider dienen soll. Derzeit müsse "von außen so viel Druck wie möglich" auf die österreichische Regierung ausgeübt werden. (taz, 7. 2. 2000)

  • Am 10. 2. haben in Rom rund 5000 Menschen mit einem Fackelzug gegen die momentane österreichische Regierung protestiert. Organisiert haben diese bisher größte Demonstration in Italien von italienischen Linksparteien, Gewerkschaften, jüdischen Organisationen und AusländerInnenverbänden. (ORF 10. 2. 2000)

  • Die Wirtschaftskammer will erwarteten Boykottdrohungen aus dem Ausland mit einer Kampagne gegen die erlittenen Imageschäden entgegentreten. Die Kosten: ein zweistellinger Millionebetrag. (Basler Zeitung, 12. 2. 00)

  • In Innsbruck wackelt ein Kongreß von 2000 Tropenmedizinern, weil der Mitveranstalter aus den USA nicht mehr mitzieht. (Frankfurter Rundschau, 12. 2. 00)

  • In Wien wurde eine Tagung von 2000 Technikern abgesagt - ein Umsatzverlust von mehr als fünfzig Millionen Schilling. (Basler Zeitung, 12. 2. 00)

  • Der portugiesische Präsident Jorge Sampaio hat seine Teilnahme am Opernball abgesagt; siebzig Eintrittskarten wurden zurückgegeben. Die portugiesische Musikgruppe Madredeus wird nicht beim Opernball, der unter dem Motto Portugal steht, spielen.(Stuttgarter Zeitung, 11. 2. 2000)

  • Eine Gruppe von rund 50 Demonstranten protestierte in Lissabon gegen die Anwesenheit der FPÖ-Ministerin Sickl und gegen die Regierung in Wien. (Die Welt, 12. 2. 2000)

  • Die Kieler Polizei berichtet: "Am Sonnabend kam es in der Kieler Innenstadt zu einer Demonstration gegen die politische Situation in Österreich. Gegen 11.50 Uhr versammelten sich zunächst etwa 50 Personen vor dem Österreichischen Honorarkonsulat im Lorentzendamm.
    Zeitgleich nahm die Polizei sechs Personen aus dem rechten Spektrum in Gewahrsam, die sich auf dem Anmarsch zum Veranstaltungsort befanden und offensichtlich die Kundgebung stören wollten. Bei der anschließenden Durchsuchung der Männer im Alter von 19 bis 27 Jahren wurden Schlagwerkzeuge und rechtes Propagandamaterial sichergestellt. Alle Personen wurden nach Veranstaltungsende wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen die Betroffenen wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz bzw. gegen das Waffengesetz gefertigt.
    Gegen 12.40 Uhr formierten sich die mittlerweile 150 Teilnehmer der Kundgebung vor dem Konsulat und begannen einen Aufzug durch die Kieler Innenstadt. Nach einem Marsch über Lorentzendamm, Martensdamm, Willestraße und Fleethörn wurde die Demonstration gegen 13 Uhr auf dem Rathausplatz friedlich beendet.

  • Bericht von Robert Riedl aus Irland

    am mittwoch, dem 9. februar 2000, fuehrte der oesterreichische botschafter in dublin ein 2 1/2 stuendiges gespraech bezueglich der neuen politischen situation in oesterreich mit uns (12 oesterreichische und internationale studierende in maynooth, irland). dann verteilten wir vor der general post office in o'connell street 200 flugzettel (dahinter stand in erster linie die idee, "aufzuklaeren", das "From Austria? Ah! Haider! Nazi! Faschist!"-image nachzujustieren, eine "differenziertere sprache" dafuer zu finden:

    Haider is not Austria
    A comment of Austrian and international students in Irish universities
    We plead for a huge protest and resistance against the "FPÖ" which is a significant and unwelcome partner in the new Austrian government at present, but ...
    • we acknowledge the present government is the result of a democratic election
    • especially we are protesting against any anti-democratic or racist contents in the programme of the government
    • it should be the duty of Austrian citizens in the EU to inform and to enlighten people abroad - promoting a more comprehensive image of Austria in the media
    • resistance must be clearly formulated and must not use the terminology and the methods of their opponent
    • we are against the exclusion and isolation of Austria but support EU monitoring and dialogue
    • we do not want a policy of polarisation that is happening in Austria and in the rest of the world at the present
    There is a strong opposition in Austria against this government! (73% are against the "freedom party")